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Krankenkassen

 Was ist die obligatorische Grundversicherung?
In der obligatorischen Grundversicherung werden die wichtigsten medizinischen Versorgungen gedeckt. Das Gesetz schreibt dabei den Krankenkassen verbindlich vor, welche Leistungen sie zu erbringen haben. Der Wechsel von einer Kasse zur anderen steht dem Versicherten per Ende Jahr frei, selbst wenn keine Prämienerhöhung angekündigt wird. Jeder muss von der Versicherung aufgenommen werden. Wichtig: Ein Prämienvergleich nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, sollte aber jedes Jahr vorgenommen werden – fast jeder kann so jährlich viel Geld sparen!
 
Welches Modell soll ich bei der Grundversicherung wählen?
Es macht viel Sinn mit einem Modell Geld zu sparen. Unser online Check hilft Ihnen dabei, mit einfachen Fragen herauszufinden, welches Modell für Sie am besten passt.
 
Was ist eine Zusatzversicherung?
Im Gegensatz zur Grundversicherung steht es den Anbietern von Zusatzversicherungen relativ frei, welche Leistungen in ein Angebot verpackt werden. Eine Zusatzversicherung macht für viele Personen viel Sinn, denn Spitalaufenthalte, Prävention, medizinische Versorgung im Ausland, alternative Medizin, etc. sind oft nur ungenügend in der Grundversicherung gedeckt.
 
Welche Franchise brauche ich in der Grundversicherung?
Die Franchise regelt die Kosten, welche Sie zuerst übernehmen müssen bevor die Krankenkasse bezahlt. Übersteigen die Kosten die vereinbarte Franchise, übernimmt die Krankenkasse die weiteren Kosten, abzüglich eines Selbstbehaltes von 10 Prozent. Wer eine tiefe Franchise von CHF 300 wählt zahlt aber auch deutlich mehr Prämie. Am Ende muss man oft feststellen, dass die meisten Personen mit einer CHF 2‘500 Franchise tiefere Gesundheitskosten haben, als Personen mit einer CHF 300 Franchise.
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Ich wurde nun doch oft krank. Wie hoch ist das Risiko bei einer hohen Franchise?
Das Risiko ist klein – auch wenn man denkt es sei hoch. Es ist eben nicht die Differenz zwischen CHF 2‘500 und 300 (CHF 2‘200), denn Sie hätten mit einer CHF 300 Franchise deutlich mehr Prämie bezahlt (z.B. CHF 1‘300 mehr Prämie). D.h. Wenn Sie mal Pech haben, dann bezahlen Sie meist nur ein paar hundert Franken mehr – und wenn Sie gesund bleiben sparen Sie oft mehr als CHF 1‘000!
 
Wie kann ich die Krankenkasse wechseln?

Der Prozess ist einfach – ein einfaches Kündigungsschreiben genügt! Am wichtigsten ist, das richtige Angebot zu finden. Wichtig ist auch noch vor allem, dass Sie die Kündigungsfristen einhalten. Sie müssen die obligatorische Krankenversicherung bis zum 31.11. und die Zusatzversicherung bis zum 30.09. kündigen!
 
Kann ich von der Prämienpflicht befreit werden?
Das KVG sieht für Männer und Frauen die Militärdienst leisten eine Regelung vor, wonach keine Krankenkassenprämien zu entrichten hat, wer länger als 60 Tage ununterbrochen Dienst leistet. Das gilt beispielsweise für Rekruten oder Durchdiener. Diese Angehörigen der Armee sind der Militärversicherung angeschlossen und kommen in den Genuss des Prämienerlasses, wenn sie der eigenen Krankenkasse eine Kopie des Marschbefehls einreichen.
 
Für minderbemittelte Menschen besteht die Möglichkeit, bei der Sozialversicherungsanstalt (www.sva.ch) Antrag zur Prämienverbilligung zu stellen. Beantragt werden muss die Verbilligung vor dem 31.07. Diese Frist ist unaufschiebbar und muss mit dem entsprechenden Formular an die örtliche Gemeindezweigstelle gerichtet werden. Gute Chancen auf Verbilligung haben Personen und Familien, deren Jahreseinkünfte unter CHF 36‘000 liegen. Weitere Informationen zur Prämienverbilligung erteilt ebenfalls die Sozialversicherungsanstalt.
 
Muss ich mich gegen Unfall versichern?
Wenn Sie mehr als 8 Stunden bei einem Arbeitgeber angestellt sind, brauchen Sie den Unfall nicht. Bei Anstellungen im Stundenlohn oder bei Teilzeitbeschäftigungen lohnt sich aber ein Blick in die Lohnabrechnung. Fehlt eine Bezeichnung wie „SUVA-Beitrag“, „Unfall-„ oder „Nichtbetriebsunfall“ müssen Sie handeln! In diesem Fall ist der fällige Betrag über die Krankenkasse abzurechnen. Eine doppelte Versicherung nützt übrigens nichts. Zahlen wird im Fall eines Unfalls immer nur eine Versicherungsanstalt.
 
Muss ich Grund- und Zusatzversicherung bei der gleichen Krankenkasse abschliessen?
Nein – Sie können es trennen. Dies macht insb. Sinn, wenn Sie aufgrund einer Krankheit die Zusatzversicherung nicht mehr wechseln können. Sparen Sie trotzdem Geld und wechseln Sie regelmässig die Grundversicherung. Klar, wenn Sie zwei Anbieter haben ist der Aufwand grösser – entsprechend sollten Sie Aufwand und Ertrag überlegen
 
Zwei Kassen für Grund- und Zusatzversicherung. Wem schicke ich die Rechnungen?
Wenn Sie Grund- und Zusatzversicherung bei unterschiedlichen Krankenkassen abgeschlossen haben, sollten Rechnungen zuerst an den Grundversicherer geschickt werden. Diesem ist mitzuteilen, dass Zusatzversicherungen bei einer anderen Kasse bestehen. Besteht ein Anspruch aus einer Zusatzversicherung erhält man die Rechnung und die Abrechnung des Grundversicherers zurück und beides kann anschliessend dem Erbringer der Zusatzleistungen weitergeleitet werden.
 
Neu in der Schweiz? Brauche ich eine Krankenversicherung auch wenn ich eine vom Ausland habe?
Ja – Sie brauchen mind. die obligatorische Grundversicherung. Diese müssen Sie innerhalb der ersten 3 Monate abschliessen – ansonsten verstossen Sie gegen das Gesetz! Sie können von dieser Pflicht ausnahmsweise befreit werden, wenn Sie sich z.B. In der Aus- und Weiterbildung befinden und eine gleichwertige Versicherung im Ausland vorweisen können. (Mehr Ausnahmen finden Sie auf www.kvg.org).
 
Muss mich jede Krankenversicherung aufnehmen auch wenn ich schon krank bin?
Ja – aber nur bei der Grundversicherung. Entsprechend können und sollten Sie jedes Jahr die Preise vergleichen und wechseln.
Bei der Zusatzversicherung haben Sie ein Problem, dann diese wird sie nicht aufnehmen oder die bestehenden Krankheiten ausschliessen. D.h. sie müssen die Kosten für bestehende Krankheiten selber bezahlen oder können nur die Leistungen der Grundversicherung nutzen. Deshalb macht es oft Sinn, schon als junger, gesunder Mensch auch Zusatzversicherungen abzuschliessen.

Kündigung der Grundversicherung

Standardmässig können Sie Ihre Versicherung auf den 31. Dezember kündigen. Damit diese Kündigung wirksam wird, muss das sie spätestens am 30. November respektive am letzten Arbeitstag im November per eingeschriebenem Brief bei Ihrer Krankenkasse eintreffen. Diese Kündigungsfrist gilt unabhängig davon, ob die neue Prämie tiefer, höher oder gleich ist.

Unter gewissen Umständen haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Krankenversicherung auf den 30. Juni zu kündigen. In diesem Fall muss die Kündigung spätestens am 31. März respektive dem letzen Arbeitstag im März per eingeschriebenem Brief bei Ihrer Krankenkasse eintreffen. Sie können Ihre Krankenkasse aber nur auf Mitte Jahr kündigen, wenn Sie als Erwachsener eine Franchise von maximal 300 Franken (Kinder 0 Franken) und eine Standard-Grundversichrung abgeschlossen haben. Alternative Versicherungsmodelle können auf per 30. Juni nicht gekündigt werden.

So kündigen Sie Ihre Zusatzversicherung

Möchten Sie Kosten bei Ihrer Zusatzversicherung sparen, gelten bei einer Prämienerhöhung die Kündigungsfristen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Sie können Ihre Zusatzversicherung ebenfalls kündigen, wenn sich eine Prämienerhöhung infolge eines Wechsels in eine höhere Altersgruppe ergibt. 

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Nein. Sofern es sich um eine obligatorische Grundversicherung handelt. Da diese Versicherung obligatorisch ist und die Leistungen bei allen Kassen gleich sind, sind diese verpflichtet, Sie ohne Vorbehalt und Wartefrist aufzunehmen. 

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Die Deckung kann immer per Anfang des nächsten Monats erhöht werden. Eine Reduktion der Versicherungsdeckung ist jeweils per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen:

  • bei gleichbleibender Prämie drei Monate 
  • bei einer Prämienerhöhung einen Monat 

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Personen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen haben Anrecht auf Prämienverbilligung. Die Individuelle Prämienverbilligung (IPV) wird kantonal unterschiedlich gehandhabt. Bitte wenden Sie sich deshalb an die Ausgleichskasse Ihrer Wohngemeinde. 

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Eine Reduktion oder Kündigung der Zusatzversicherung ist jeweils per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen:

  • bei gleichbleibender Prämie drei Monate 
  • bei einer Prämienerhöhung einen Monat 

Die Kündigung muss in schriftlicher Form abgefasst sein. 

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Arbeitnehmer, welche mehr als acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber arbeiten, sind über diesen obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Wenn Sie weniger als acht Stunden pro Woche arbeiten, 

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Ja, sofern Sie bei der Arbeitslosenkasse angemeldet sind, sind Sie über die SUVA gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. 

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Nein. Sofern Sie länger als 60 aufeinanderfolgende Tage Dienst leisten, müssen Sie uns den Nachweis über die geleisteten Diensttage einreichen. Sie werden für diese Zeit vollumfänglich von der Prämie der Grundversicherung befreit. 

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Ja, es ist sehr empfehlenswert das erwartete Kind vor der Geburt anzumelden, damit es ab dem 1. Tag vollumfänglich versichert ist. 

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Sie können Ihre Franchise immer auf den Anfang eines Kalenderjahres ändern. Es gelten folgende Fristen:

Zur Herabsetzung (Reduktion) der Franchise: 30. November Zur Erhöhung der Franchise: 31. Dezember 

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Wenn Sie in einem Angestelltenverhältnis stehen, hat der Arbeitgeber in einigen Fällen nur eine minimale gesetzliche Pflicht, den Lohn bei Krankheit fortzuzahlen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, wie lange Sie bei Krankheit den Lohn erhalten.
Wenn sie selbstständig erwerbend sind, tragen Sie von Gesetzes wegen dieses Risiko grundsätzlich selber. Sie können eine Taggeldversicherung abschliessen, um das Risiko zu minimieren. 



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Auf dem Versicherungsausweis (Police) ist vermerkt, wie Sie bei Unfall versichert sind. Nur als Erwerbstätiger mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 8 Stunden sind sie durch ihren Arbeitgeber obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle UVG-versichert. Dann können Sie in der Grundversicherung das Unfall-Risiko mit entsprechender Prämienreduktion ausschliessen. 

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Sobald Sie nichterwerbstätig sind oder pensioniert werden, sind Sie nicht mehr über den Arbeitgeber gegen Unfall versichert. Deshalb muss neu auch der Unfall in Ihre Versicherung mit eingeschlossen werden. 

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Unabhängig ihrer Staatszugehörigkeit unterstehen Personen, die in der Schweiz wohnhaft sind, dem Krankenversicherungsgesetz (KVG). Innert drei Monaten nach Anmeldedatum in der Schweiz (Aufenthaltsbewilligung) oder nach der Geburt muss der Versicherte bei einer gesetzlichen Krankenversicherung angemeldet sein. Der Versicherungsschutz gilt ab dem Zeitpunkt der Anmeldung in der Schweiz oder ab Geburt, falls diese Frist eingehalten wird. Wird sie nicht eingehalten, kann ein Prämienzuschlag verlangt werden, Versicherungsleistungen müssen erst ab Meldedatum entrichtet werden.

Zudem müssen sich folgende Personen gemäss den gesetzlichen Bestimmungen versichern lassen:

-Alle in der Schweiz arbeitstätigen Bürger der EU und ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen mit Wohnsitz in der EU 

-In der EU wohnhafte Bezüger von Schweizer Renten oder Arbeitslosengelder (und deren nichterwerbstätige Familienangehörige).

Die Versicherten müssen mindestens die obligatorische Grundversicherung gemäss KVG abschliessen. 

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Bei einem Wohnortwechsel ins Ausland kündigen Sie Ihre Versicherung schriftlich bei Ihrer Krankenkasse Agentur und legen eine Kopie der Abmeldebestätigung Ihrer Gemeinde bei. Der Austritt erfolgt per Abmeldedatum. 

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Personen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, müssen sich versichern lassen. Eine Ausnahme bilden Personen und ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen, die in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Finnland, Portugal oder Spanien (nur Rentner) wohnen und in der Schweiz arbeiten oder von der Schweiz eine Rente beziehen. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, sich auf Gesuch von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreien zu lassen. Zu diesem Zweck müssen diese Personen nachweisen, dass sie für Krankheitsfälle im Wohnstaat während eines Aufenthalts in anderen EU-Ländern oder in der Schweiz versichert sind (Art. 2 Abs. 6 KVV). 

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Krankenkassen in der Schweiz bietet Grenzgängern Krankenversicherung an, eine Versicherung gemäss dem Abkommen über den Freien Personenverkehr. Sie sichert jedoch nur die Leistungen gemäss der gesetzlichen Leistungspflicht des jeweiligen Wohnstaates und der Schweiz zu. 

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Personen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, müssen sich versichern lassen. Eine Ausnahme bilden Personen und ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen, die in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Finnland, Portugal oder Spanien (nur Rentner) wohnen und in der Schweiz arbeiten oder von der Schweiz eine Rente beziehen. Es besteht in diesen Fällen die Möglichkeit, sich auf Gesuch von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreien zu lassen. Zu diesem Zweck müssen diese Personen nachweisen, dass sie für Krankheitsfälle im Wohnstaat während eines Aufenthalts in anderen EU-Ländern oder in der Schweiz versichert sind (Art. 2 Abs. 6 KVV). 

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Der Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht ist innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht in der Schweiz zu stellen, d.h. 3 Monate nach der Erteilung der Grenzgängerbewilligung oder nach erstmaligem Bezug einer Schweizer Rente. 

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Die Kontrolle und Erledigung der Befreiungsgesuche liegt in der Kompetenz der Kantone. Für Fragen bezüglich der Frist oder der Befreiungsmöglichkeit sollte deshalb direkt die zuständige kantonale Stelle angefragt werden. 

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